Weltkriege

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bestimmten das Deutsche Reich, die alternde Monarchie Österreich-Ungarn, Großbritannien, Frankreich und Russland die Politik Europas, teilweise auch der Welt. Die beiden schlimmsten Kriege der Zeitgeschichte fanden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts statt. Der wachsende Konflikt führte nach der Ermordung des österreichischen Kronprinzen Ferdinand zum 1. Weltkrieg zwischen Deutschland, Österreich-Ungarn und dem Osmanischen Reich gegen Frankreich, England, Russland sowie später auch den USA und den Italienern. Dieser Krieg gilt seither als einer der zähesten Weltkriege überhaupt. Wurde der Krieg anfangs noch mit großem, pompösem Übermut begonnen, so raubte der zähe Kampf in den Gräben jegliche Illusionen. Vier Jahre dauerte der Krieg an. 1917 wurde der Zar in Russland gestürzt und der Kommunismus und Lenin (später dann Josef Stalin) wurde zur Staatsform. Das Deutsche Reich und Österreich-Ungarn kapitulierten 1918 schließlich. Kaiser Wilhelm II. dankte unter dem Druck der Novemberrevolution ab. Der Vertrag von Versailles demütigte die Deutschen jedoch und sorgte dafür, dass Deutschland politisch, wirtschaftlich und militärisch weit zurückgeworfen war. Das war der Nährboden für den wohl schlimmsten Diktator der Zeitgeschichte: Adolf Hitler! Er war ebenfalls verantwortlich für einen der schlimmsten Weltkriege in der Geschichte. Diese kann mein leider allzu oft in actiongames nachspielen.

Weltkriege nach 1930

Hitler und die Nationalsozialisten übernahmen 1933 die Macht in Deutschland. Systematisch wurde die Weimarer Republik demontiert und Hitler rief das 3. Reich aus. Der Führer der Deutschen machte kein Geheimnis aus seiner Expansionspolitik. Zuerst Saarland, dann Österreich und die Tschechei, 1939 wurde dann die Slowakei besetzt. Im September 1939 begann der 2. Weltkrieg mit dem Blitzkrieg gegen Polen. Innerhalb weniger Wochen unterwarf die deutsche Wehrmacht und die Sowjetunion Polen und teilte es auf. Frankreich und England erklärten Deutschland den Krieg. 1940 wurde Frankreich zu großen Teilen erobert. 1941 überfiel Deutschland die Sowjetunion und kämpfte auch in Afrika. Nach anfänglichen Erfolgen kam Anfang 1943 mit Stalingrad und später mit Kursk die Wende im Kriegsverlauf. Am 6. Juni 1944 landeten die Alliierten in Frankreich und Deutschland befand sich auf dem Rückzug an der West- und Ostfront. Als die Sowjets Berlin eroberten, erschoss sich Adolf Hitler am 30. April 1945. Wenige Tage später kapitulierte Deutschland und einer der unerbittlichsten Weltkriege ging nach und nach zu ende.

Weltkriege und Völkermorde

Die grausamsten Verbrechen des NS-Regimes waren jedoch in den Konzentrationslagern begangen worden. In Vernichtungslagern wie Auschwitz und Treblinka, durch die so genannten Einsatzgruppen in der Ukraine und der Sowjetunion, durch Zwangsarbeit und Ghettos wurden mehr als 6 Millionen Juden umgebracht. Der Antisemitismus Hitlers und seiner Gefolgsleute sowie die kaltblütige Organisation des Völkermordes sind beispiellos in der Zeitgeschichte. Den Weltkriegen folgte der kalte Krieg zwischen dem Westen und dem Osten, hauptsächlich von den USA und der Sowjetunion. Deutschland erholte sich von den Folgen des zweiten Weltkrieges, wurde jedoch geteilt. Die Bundesrepublik Deutschland gehörte dem Westen an, während die DDR Teil des kommunistischen Ostens unter der Hoheit der Sowjetunion stand. Der wohl zweitschlimmste Diktator im 20. Jahrhundert, Josef Stalin, starb 1953 und hatte auch viele Millionen Tote auf seinem Konto. Entspannung war durch Stalins Tod jedoch nicht in Sicht. Dennoch nahm die Nachkriegsgeschichte nach dem Ende aller Weltkriege ihren Lauf: 1961 wurde die Berliner Mauer gebaut und der Osten vom Westen abgeschottet. In dieser Zeit regierte der charismatische US-Präsident John F. Kennedy, der auch durch sein besonnenes Handeln (wie auch sein Kontrahent Nikita Chruschtschow) bei der Kuba-Krise und dem Spruch »Ich bin ein Berliner« bekannt wurde. Kennedy wurde 1963 ermordet. Die USA erlebte ihr Fiasko im Vietnam-Krieg, der öffentlich stark kritisiert wurde und zu Antikriegsbewegungen führte. Das wohl größte wissenschaftliche Projekt der Zeitgeschichte war die Landung der Amerikaner auf dem Mond im Jahre 1969. Im November 1989 fiel die Berliner Mauer, das Volk der DDR erhob sich gegen die Regierung. 1990 feierte Deutschland die Wiedervereinigung. Die Sowjetunion brach 1992 endgültig zusammen. Russland hatte in der Folgezeit schwer zu kämpfen, profitierte ab dem Jahre 2000 aber von der harten Politik von Vladimir Putin. Eine neue Gefahr keimte mit den Terroranschlägen am 11. September 2001 auf – die Terrorgefahr durch islamistische Terrorgruppen, wie z. B. Al Kaida. Die USA führte darauf unter Präsident George W. Bush Kriege in Afghanistan und später im Irak, der jedoch auf Ablehnung in der Weltöffentlichkeit stieß. Die USA gehören darüber hinaus bis heute zu den Teilen der Erde, in denen die dort lebende Bevölkerung zum großen Teil immer noch ohne private Krankenversicherungen auskommen muss.