Unabhängigkeitserklärung
Die jedoch größten Umwälzungen finden 1776 in Nordamerika und 1789 in Frankreich statt. Die Unabhängigkeitserklärung und Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika und die französische Revolution. 1776 erklärten die Kolonien in Nordamerika mit ihrer Unabhängigkeitserklärung ihre Unabhängigkeit gegenüber Großbritannien. Es kam nach Bekanntgabe der Unabhängigkeitserklärung zum Unabhängigkeitskrieg, den die Amerikaner für sich entscheiden konnten. 1789 kam es schließlich zur französischen Revolution. Das Volk lehnte sich gegen die Monarchie in Frankreich auf und es kam schließlich zum Sturz von König Ludwig XVI. und dessen Hinrichtung. Doch die Revolutionsführer machten es nicht besser. Sie behaupteten sich zwar in den ersten Koalitionskriegen gegen europäische Königshäuser, brachten aber keine Verbesserung für das Volk. Das änderte sich als Napoleon Bonaparte zum 1799 zum Konsul ernannt wurde. Der populäre General reformierte das französische Staatswesen und führte den Coda Civil ein, der die Rechte der Bürger deutlich stärkte. Weitreichend bekannt, wenn auch nicht erwiesen, ist heute auch, dass in der damaligen Zeit viele Menschen, bedingt durch die fehlende medizinische Versorgung, an vielen Beschwerden litten. Dentale Erkrankungen waren damals nicht selten und so wurden Patienten zumeist in eine tiefe Zahnarzt Narkose versetzt, um behandelt werden zu können.
Unabhängigkeitserklärung für Freiheit und Demokratie
Freiheit und Demokratie waren den europäischen Königshäusern ein Gräuel. Sie akzeptierten Napoleon nicht und es kam immer wieder zum Krieg. Napoleon eroberte mit seiner »Grande Armee« fast ganz Europa. Das HRR zerfiel 1806 und Deutschland und Österreich verloren endgültig vorerst an Zusammenhalt und Einfluss. Napoleon machte jedoch mit dem Einmarsch in Russland den entscheidenden Fehler. Die dortige Niederlage sowie die Völkerschlacht bei Leipzig 1813 besiegelten sein militärisches und politisches Schicksal. Er verlor seine Macht endgültig 1815 bei der Schlacht von Waterloo. Napoleon starb 1821 in seiner Verbannung auf der Insel St. Helena, doch er hat einen Platz als einer der größten Menschen der Zeitgeschichte sicher, denn Napoleon war nicht nur der Feldherr, sondern auch ein Politiker, der – zwar auf blutigem Wege – die Demokratie vorantrieb.
Unabhängigkeitserklärung hatte Auswirkungen auf das 17. und 18. Jahrhundert
Das 17. und 18. Jahrhundert war nicht nur die Zeit großer Feldherren, wie Napoleon und Friedrich, der Große, oder der Unabhängigkeitserklärung, sondern auch die Zeit der Dichter und Denker. Schiller, Lessing, Goethe, Mozart und Beethoven prägten die Kultur von Deutschland und Europa in dieser aufgeklärten Zeit. Das europäische Bild veränderte sich zunehmend zu Nationalstaaten. Unter den Preußen wurde Deutschland schließlich nach Kriegen gegen Österreich (1866) und Frankreich (1871) schließlich unter der Regie von Reichskanzler Otto von Bismarck 1871 proklamiert. Das Deutsche Reich bzw. ein einheitlicher Deutscher Staat war seit den napoleonischen Kriegen ein Wunsch der Bevölkerung. Unter der Politik von Bismarck und Kaiser Wilhelm I., behauptete sich das Kaiserreich vor Frankreich, England und Russland.In Übersee musste die junge amerikanische Nation ihre schlimmste Krise erdulden. Die Sezession der Südstaaten führte von 1861 bis 1865 zum Bürgerkrieg in den USA. Die Nordstaaten gewannen ihn, was auch die Freiheit der farbigen Sklaven brachte. Alles in allem waren das 17. und 18. Jahrhundert mit allen geschichtlichen Ereignissen, wie der Bekanntgabe der Unabhängigkeitserklärung, die wahrscheinlich bewegensten Jahrhunderte der Neuzeit.